finest spirits whisky messe 2012Dieses Wochenende war wieder einmal die Münchner Whisky-Messe „Finest Spirits„. Wie auch letztes Jahr habe ich es erst am letzten Tag zur Messe geschafft, dafür aber umso intensiver alle Angebote wahrgenommen. Ich hab wieder viel Neues erfahren. Und meine Eindrücke möchte ich nur ungern für mich behalten, deshalb folgt auch dieses Jahr mein Bericht:

Organisation

Die Organisation wirkte etwas besser als noch im letzten Jahr. Die Gutscheine waren dieses mal von ordentlicher Qualität und auch auf Whisky gemünzt – schließlich ist der Schwerpunkt der Messe auch Whisky. Meiner Meinung nach wirkte alles noch etwas professioneller und die Messestände waren zumindest gefühlt abwechslungsreicher. Wieder einmal gab es eine kostenlose Führung, die ich jedem ans Herz legen möchte. Hier kommt man gut ins Gespräch und erfährt immer mal wieder ein paar Sachen, die einem vorher noch neu waren. Und natürlich Whisky gratis. :-)

Session 1: Schokolade & Whisky

Die Villa Konthor präsentierte ihre Expertise in Sachen Schokolade und Whisky. Hier waren sehr interessante Eindrücke dabei; man merkte aber deutlich, dass hier die Arbeit in Kleingruppen (mit mehr Zeit) produktiver ist. Viel Konstruktives konnte ich daher leider nicht mitnehmen, sondern eher dass sich einfache Regeln zur Wirkung der Schokolade nicht ableiten lassen. Immerhin bleibt das Wissen, dass es hier noch eine Milliarden Möglichkeiten gibt, um den Genuss zu verfeinern. Und die Villa Konthor dafür sicherlich die richtige Anlaufstelle ist.

Session 2: Sherry & Whisky

Diese Session von Jürgen Deibel hat mich enorm weitergebracht: Weg von der Unterscheidung in Sherry und ex-Bourbon, hin zu einzelnen Sherry Sorten. Die Unterschiede sind hier so riesig, dass man das einfach nicht außer Acht lassen darf. Von säuerlichen Amontillado oder Palo Cortado (etwas sanfter), über Oloroso (Trockenfrüchte, Nüsse) bis hin zu Pedro Ximenez (nahezu Zuckersirup) gibt es eine enorme Bandbreite, die man auch im Whisky schmeckt. Ich empfehle deshalb jedem sich intensiver mit diesen Sherrysorten auseinanderzusetzen!

Session 3: Drink Local – Malz und besondere Fässer

Julia Nourney öffnete die Augen für Whisky fernab von Schottland, Irland und den USA. Dank liberaler Gesetzgebung kann auf dem europäischen Festland einiges ausprobiert werden. Und diese Geschmackseindrücke lohnen sich für jeden Whiskyfreund. Allein die Unterschiede zwischen Gersten- und Roggenmalz sind gravierend, wobei beide ihre Vorzüge haben. Die Fassexperimente der Brennerei Ziegler waren auch aufschlussreich: Ehemalige Weinfässer, ein Château d’Yquem-Fass, oder auch Kastanie – hier kann man seinen Horizont noch ziemlich erweitern, wenn auch nicht alle 100% meins waren.

Alles in allem kann ich nur mal wieder sagen: Ein gelungenes Festival! Auch wenn man sich mal für andere Spirituosen interessiert oder für ausgezeichnete Kreationen von Barkeepern; hier wird einem sicher nicht langweilig. Komme also gerne wieder.

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Auf Whisky-Bar.net teile ich meine Leidenschaft: Besonderen Whisky und gute Bars.

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